27. Mai 2017

Der romantische Landschaftspark von 1840

22. Juli 2017

Archäologie auf dem Disibodenberg

Beginnend mit Jutta Gräfin von Sponheim, Hildegard (später: von Bingen) und einer dritten jungen Frau wuchs auf dem Disibodenberg seit dem Jahr 1112 im Lauf von 40 Jahren ein kleiner Frauenkonvent mit etwa 20 Nonnen heran. Wo haben diese Nonnen gelebt, wie gestaltete sich das Leben in einer Klause?

Die Historikerin Ulrike Lindemann erläutert mehrere Theorien, wo sich die Frauenklause auf dem Disibodenberg genau befunden haben mag.

Zeitpunkt: 26. August 2017 um 15 Uhr

Treffpunkt: Disibodenberger Museum

Kosten: Eintritt inkl. etwa zweistündiger Führung 10,- €

Anmeldung erforderlich bis 24. August via: anfrage@disibodenberg.de

23. September 2017

Klösterliche Weinbautradition

29. Dezember 2017

Romantische Fackelwanderung durch die Klosterruine Disibodenberg

22. April 2017

Als Hildegard noch nicht in Bingen war – Lehrjahre auf dem Disibodenberg

Bevor sie auf dem Rupertsberg bei Bingen ihr eigenes Kloster gründete, verbrachte Hildegard von Bingen (1098-1179) fast 40 „Lehrjahre“ auf dem Disibodenberg. 

Am authentischen Ort stellt Hildegard-Expertin Sabine Seith eindrucksvoll dar, wie Hildegard – nicht zuletzt beeinflusst durch ihre Meisterin Jutta von Sponheim – ihre Persönlichkeit und Spiritualität entwickelte und zu einem Universalgenie reifte.

Zeitpunkt: 22. April 2017 um 15 Uhr

Treffpunkt: Disibodenberger Museum

Kosten: Eintritt inkl. etwa zweistündiger Führung 10,- €; Anmeldung nicht erforderlich.

Kontakt: anfrage@disibodenberg.de

Der romantische Landschaftspark auf dem Disibodenberg wurde im Auftrag des Eigentümers der Ruine, Peter Wannemann, um 1842 vom Heidelberger Gartenbaudirektor Johann Ludwig Metzger angelegt. Er orientierte sich damals am Vorbild englischer Landschaftsgärten, wo Licht- und Schattenzonen einander abwechselten sowie Sichtachsen den Blick in die umliegende Landschaft freigaben. Der Park galt unter Kreuznacher Kurgästen als lohnendes Ausflugsziel.

Heute steht dieser Park unter Denkmalschutz und wird aufwändig von Baumgärtnern gepflegt. Viele der 170 Jahre alten Bäume erzählen individuelle Geschichten. Der Biologe Kai Zimmermann wird auf der Führung auch auf die besondere Botanik auf dem Disibodenberg eingehen.

Zeitpunkt: 27. Mai 2017 um 15 Uhr

Treffpunkt: Disibodenberger Museum

Kosten: Eintritt inkl. etwa zweistündiger Führung 10,- €; Anmeldung nicht erforderlich.

Kontakt: anfrage@disibodenberg.de

24. Juni 2017

Jugendführung: Alltag im Kloster

Das Disibodenberger Kloster wurde im Mittelalter als „kleine Stadt auf dem Berg“ angesehen. Die Menschen, die hier lebten, waren weitgehend auf sich selbst gestellt. Sie mussten das meiste selbst bewältigen, was zum täglichen Leben gehörte – kochen, putzen, nähen, beten, predigen, schreiben, lesen, unterrichten, medizinisch heilen, (um)bauen, herstellen, renovieren, reparieren, Geld verdienen.

Welche Auskunft geben uns die Steine, Mauern, Gebäude noch heute? Wo schliefen die geweihten Mönche, wo die Laienbrüder, wo die Nonnen? Wie funktionierte der Backofen? Wer wurde hier bestattet und in welcher Form? Wo wurden Lebensmittel gelagert? Woher kam das Wasser? Wo waren die Toiletten? Wofür war der Abt zuständig, wofür der Cellerar und der Kämmerer? Welche Kleidung trugen sie?

Dieses und mehr werden wir in der „kleinen Stadt auf dem Berg“ entdecken. Die Leiterin des archäologischen Museums, Ulrike Lindemann, geht mit Jugendlichen auf eine spannende Entdeckungsreise.

Zeitpunkt: 24. Juni 2017 um 15 Uhr

Treffpunkt: Disibodenberger Museum

Kosten: Eintritt inkl. etwa zweistündiger Führung für Jugendliche 9,- €,
begleitende Erwachsene 10,- €

Anmeldung erbeten bis 22. Juni via: anfrage@disibodenberg.de

1985 bis 1990 führte das damalige Landesamt für Denkmalpflege in Mainz umfangreiche archäologische Grabungen auf dem Disibodenberg durch. Dr. Eberhard Nikitsch war damals für die Publikation der mehr als 60 aufgefundenen mittelalterlichen Grabplatten zuständig, übersetzte ihre lateinischen Inschriften und fügte damit zahlreiche neue Puzzlesteine zur Klostergeschichte bei.

Als „Insider“ weiß Dr. Nikitsch auf dieser Führung auch darüber hinaus viele spannende Details zur Archäologie einer Klosterruine, die als eine der größten Deutschlands gilt. 

Zeitpunkt: 22. Juli 2017 um 15 Uhr

Treffpunkt: Disibodenberger Museum

Kosten: Eintritt inkl. etwa zweistündiger Führung 10,- €

Anmeldung erbeten bis 20. Juli via: anfrage@disibodenberg.de

26. August 2017

Von der Frauenklause zum Frauenkonvent – Wo haben die Frauen gelebt?

Nachweislich wird seit den Benediktinern im 12. Jahrhundert Weinbau auf dem Disibodenberg betrieben. Infolgedessen wurde diese Stätte vor einigen Jahren vom Deutschen Weininstitut als einer der Höhepunkte der Weinkultur in Rheinland-Pfalz und Deutschland ausgezeichnet.

Spüren Sie gemeinsam mit Luise von Racknitz, die heute als Inhaberin und Winzerin eines Weinguts in den ehemaligen Klosterweinbergen arbeitet, dieser langen Tradition nach. In einer kleinen Verkostung können Sie sich selbst von der Qualität des hier an- und ausgebauten Weins überzeugen.

Zeitpunkt: 23. September 2017 um 15 Uhr

Treffpunkt: Disibodenberger Museum

Kosten: Eintritt inkl. etwa zweistündiger Führung 10,- €

Anmeldung erforderlich bis 21. September via: anfrage@disibodenberg.de

28. Oktober 2017

Kraftorte auf dem Disibodenberg – eine meditative Begegnung

Der Disibodenberg ist von alters her ein Ort mit besonderer Anziehung. Kelten verehrten diesen Ort als heilige Stätte, Römer bauten einen Tempel, der Legende nach ließ sich der irisch-schottische Wandermönch hier als Einsiedler nieder, Augustiner gründeten ein Stift und Benediktiner errichteten eine imposante Klosteranlage, die bis zur Reformation von Zisterziensern besiedelt wurde.

Eine Facette dieser Anziehung mag darin liegen, dass dem Berg Eigenschaften eines umfangreichen Kraftfelds zugeschrieben werden. So sind an vielen Stellen Kraftorte auszumachen, die meditative Erfahrungen intensivieren können. Insbesondere Kirchen wurden im Mittelalter bevorzugt an Kraftorten positioniert. Ulrike Lindemann führt Sie an diese Orte und leitet Meditationen an.

Zeitpunkt: 28. Oktober 2017 um 15 Uhr

Treffpunkt: Disibodenberger Museum

Kosten: Eintritt inkl. etwa zweistündiger Führung 10,- €

Anmeldung erforderlich bis 26. Oktober via: anfrage@disibodenberg.de

1. November 2017

Mächtige Frauen auf dem Disibodenberg

Am Jahrestag des Eintritts von drei Frauen in das Kloster Disibodenberg – am 1.11.1112 – lenkt die Historikerin Ulrike Lindemann einen Blick auf deren erstaunliche Entwicklung: Jutta Gräfin von Sponheim ließ sich auf eigenen Wunsch in einer Klause einschließen. Ob die beiden Begleiterinnen, eine gewisse Hildegard und eine weitere junge Frau, dieses Schicksal teilten, kann vermutet werden.

„Wer schreibt, der bleibt.“ Hildegard gilt heute als berühmteste Frau des Mittelalters in Deutschland, weil wir aufgrund ihres umfangreichen Werks viel von ihr zu wissen glauben. Doch war Gräfin Jutta nicht minder einflussreich, wie ihre Vita erahnen lässt. Später trat Richardis von Stade in den Frauenkonvent ein. Ihre Eltern verfügten als Markgrafen der Nordmark über einen noch größeren Machtbereich als Juttas Bruder im Naheland. Zur Zeit von Hildegard gelangte das Kloster Disibodenberg aufgrund ihres Wirkens zu hohem Ansehen im überregionalen Raum.

Zeitpunkt: 1. November 2017 um 14 Uhr

Treffpunkt: Disibodenberger Museum

Kosten: Eintritt inkl. etwa zweistündiger Führung 10,- €; Anmeldung nicht erforderlich.

Kontakt: anfrage@disibodenberg.de

(Änderungen vorbehalten, siehe auch Veröffentlichungen in der Presse)

Zum Jahresausklang führt Sie die 1. Vorsitzende der Scivias-Stiftung, Luise von Racknitz, im Schein von Fackeln durch die Ruinen. Erleben Sie den Zauber der winterlichen Stille in der Dunkelheit einer imposanten historischen Stätte.

Fackeln werden gestellt, wir empfehlen warme Kleidung und festes Schuhwerk. Am Ende der Führung erwartet Sie wärmender Glühwein.

Zeitpunkt: 29. Dezember 2017 um 17:30 Uhr

Treffpunkt: Hof des Disibodenberger Museums

Kosten: Eintritt inkl. etwa eineinhalbstündiger Führung und Fackel 15,- €

Anmeldung erbeten bis 27. Dezember via: scivias@disibodenberg.de

Achtung: Im Winter sind wetterbedingt Terminverschiebungen u.U. kurzfristig notwendig, deshalb erleichtert eine  Anmeldung per Mail die Kommunikation.

Themenspaziergänge