30. Dezember 2020

Romantische Fackelwanderung durch die Klosterruine Disibodenberg

  1. 1.November 2020

Mächtige Frauen auf dem Disibodenberg

Am Jahrestag des Eintritts von drei Frauen in das Kloster Disibodenberg – dem 1.11.1112 – lenkt die Historikerin Ulrike Lindemann einen Blick auf deren erstaunliche Entwicklung: Jutta Gräfin von Sponheim ließ sich auf eigenen Wunsch in einer Klause einschließen. Ob die beiden Begleiterinnen, eine gewisse Hildegard und eine weitere junge Frau, dieses Schicksal teilten, kann vermutet werden.

„Wer schreibt, der bleibt.“ Hildegard gilt heute als berühmteste Frau des Mittelalters in Deutschland, weil wir aufgrund ihres umfangreichen Werks viel von ihr zu wissen glauben. Doch war Gräfin Jutta nicht minder einflussreich, wie ihre Vita erahnen lässt. Später trat Richardis von Stade in den Frauenkonvent ein. Ihre Eltern verfügten als Markgrafen der Nordmark über einen noch größeren Machtbereich als Juttas Bruder im Naheland. Zur Zeit von Hildegard gelangte das Kloster Disibodenberg aufgrund ihres Wirkens zu hohem Ansehen im überregionalen Raum.

Treffpunkt: Disibodenberger Museum

Kosten: Eintritt und Führung 10,- €

Dauer: 14-16 Uhr (wegen früher Dunkelheit eine Stunde früher als üblich)

Anmeldung angenehm, aber nicht erforderlich: lindemann@disibodenberg.de

(Änderungen vorbehalten, siehe auch Veröffentlichungen in der Presse)

Zum Jahresausklang führt Sie die 1. Vorsitzende der Scivias-Stiftung, Luise von Racknitz, im Schein von Fackeln durch die Ruinen. Erleben Sie den Zauber der winterlichen Stille in der Dunkelheit einer imposanten historischen Stätte.

Fackeln werden gestellt, wir empfehlen warme Kleidung und festes Schuhwerk.
Am Ende der Führung erwartet Sie wärmender Glühwein/Kinderpunsch.

Zeitpunkt: 17:30 Uhr

Treffpunkt: Hof des Disibodenberger Museums

Kosten: Eintritt inkl. etwa eineinhalbstündiger Führung, Fackel, Glühwein 15,- €

Anmeldung erforderlich bis 28. Dezember via: scivias@disibodenberg.de

Achtung: Im Winter sind wetterbedingt Terminverschiebungen u.U. kurzfristig notwendig, deshalb erleichtert eine Anmeldung per Mail die Kommunikation.

Themenspaziergänge

22. August 2020

Kraftorte auf dem Disibodenberg – eine meditative Begegnung

Der Disibodenberg ist von alters her ein Ort mit besonderer Anziehung. Kelten verehrten diesen Ort als heilige Stätte, Römer bauten später einen Tempel, der Legende nach ließ sich der irisch-schottische Wandermönch hier als Einsiedler nieder, Augustiner gründeten ein Stift, Benediktiner errichteten eine imposante Klosteranlage, die schließlich bis zur Reformation von Zisterziensern besiedelt wurde.

Eine Facette dieser Anziehung mag darin liegen, dass dem Berg Eigenschaften eines umfangreichen Kraftfelds zugeschrieben werden. So sind an vielen Stellen Kraftorte auszumachen, die meditative Erfahrungen intensivieren können. Insbesondere Kirchen wurden im Mittelalter bevorzugt an Kraftorten positioniert. Die Historikerin Ulrike Lindemann führt Sie an diese Orte und leitet Meditationen an.

Treffpunkt: Disibodenberger Museum

Kosten: Eintritt und Führung 10,- €; das Mitbringen von Hunden ist nicht möglich

Dauer: 15-17 Uhr

Begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich bis 20. August bei:

lindemann-ulrike@t-online.de

© Abtei St. Hildegard, Rüdesheim-Eibingen

5. Juli 2020

Disibod – der Namensgeber des Disibodenbergs

Der 7. Juli ist der Namens- und Gedenktag des iroschottischen Wandermönches Disibod, der im 7. Jahrhundert auf dem Disibodenberg gewirkt haben soll und dem Berg auch seinen Namen gegeben hat.

Leider ist nur sehr wenig über ihn bekannt – seine Lebensdaten variieren in einem Zeitraum von 550 bis 700. Auch seine Herkunft ist nicht eindeutig belegt. Doch muss Disibod eine charismatische Persönlichkeit gewesen sein, die von vielen Menschen zur seelsorgerischen Beratung aufgesucht wurde. Durch das Zusammenfügen historischer Puzzlesteine ergibt sich das Bild eines Eremiten, dessen sterbliche Überreste mehr als 1000 Jahre lang Pilgerinnen und Pilger zu Gebet und Verehrung auf diesen Heiligen Berg führten.

Das meiste, was wir heute wissen, entstammt der Lebensgeschichte Disibods, so wie Hildegard von Bingen sie um das Jahr 1170 verfasste. Auch, wenn vieles in den Bereich der Legende rückt, kann doch manches „Wahre“ herausgelesen werden. Der Themenspaziergang mit der Historikerin Ulrike Lindemann führt über die vermuteten Siedlungs- und Bestattungsplätze Disibods und ermöglicht damit einen Blick auf den Disibodenberg aus ungewohnter Perspektive.

Treffpunkt: Disibodenberger Museum

Kosten: Eintritt und Führung 10,- €

Dauer: 15:30-17:30 Uhr

Bevor die Hl. Hildegard (1098-1179) auf dem Rupertsberg bei Bingen ihr eigenes Kloster gründete, verbrachte sie  fast 40 „Lehrjahre“ auf dem Disibodenberg. 

Am authentischen Ort stellt Kunsthistorikerin Gabriele Wahn eindrucksvoll dar, wie Hildegard – nicht zuletzt beeinflusst durch ihre Meisterin Jutta von Sponheim – ihre Persönlichkeit und Spiritualität entwickelte und zu einem Universalgenie reifte.

Treffpunkt: Disibodenberger Museum

Kosten: Eintritt und Führung 10,- €

Dauer: 15-17 Uhr

Kontakt: anfrage@disibodenberg.de

18. Juli 2018

Als Hildegard noch nicht in Bingen war – Lehrjahre auf dem Disibodenberg