30. März 2019

Nachklösterliche Zeit – Erbpächter auf dem Disibodenberg

Das Kloster Disibodenberg wurde 1559 im Zuge der Reformation aufgegeben. Die damals zuständige zweibrückische Herrschaft setzte für die Verwaltung der weit verstreuten Klostergüter einen Schaffner ein.

Auch das Land rund um den Disibodenberg wurde landwirtschaftlich bewirtschaftet. Zunächst von Pächtern in loser Reihenfolge, seit 1704 in Erbpacht der Familie Grossarth.

Unmittelbarer Nachfahre dieser Familie ist heute Fritz Grauer. Er wuchs auf dem Disibodenberger Hof auf, übernahm den landwirtschaftlichen Betrieb seiner Eltern. Er weiß einiges Spannende zu erzählen und zeigt Orte, die sonst kaum in den Fokus der Besucher geraten.

Treffpunkt: Disibodenberger Museum

Kosten: Eintritt und Führung 10,- €; Anmeldung nicht erforderlich

Dauer: 15-17 Uhr

Kontakt: lindemann@disibodenberg.de

8. Juni 2019

Blütezeit des Klosters Disibodenberg: Benediktiner und Zisterzienser

10. August 2019

Disibodenberger Geheimnisse

30. Dezember 2019

Romantische Fackelwanderung durch die Klosterruine Disibodenberg

13. April 2019

Brennnessel und Gundermann – Zwei reinigende Heilkräuter auf dem Disibodenberg

Magen und Gehirn stellen zwei wichtige Schaltstellen in unserem Körper dar. Meisterin Hildegard von Bingen (1098-1179) wusste um die reinigende Kraft der Brennnessel für den Magen sowie des Gundermannes für das Gehirn.

Während des Themenspaziergangs über den Disibodenberg bringt uns die Hildegard-Kennerin Sabine Seith beide Heilpflanzen näher. Allgemeine Informationen zu diesen Pflanzen – wie sie zum Beispiel in anderen Ländern genutzt werden – runden den Spaziergang ab.

Am Ende besteht die Möglichkeit, ein Gundermann-Süppchen zu verkosten.

Treffpunkt: Disibodenberger Museum

Kosten: Eintritt und Führung 10,- €

Dauer: 15-17 Uhr

Anmeldung erforderlich bis 11. April via: info@hildegard-hilft.de

Das Kloster Disibodenberg bestand rund 1000 Jahre. Während die ersten 500 Jahre weitgehend im Dunkeln liegen, sind die Epochen der Benediktiner und Zisterzienser gut nachvollziehbar.

Die Kunsthistorikerin Gabriele Wahn lässt diese Zeit lebendig werden: Benediktiner begannen mit dem Bau einer „Stadt auf dem Berg“, die die Menschen in der näheren und fernen Umgebung beeindruckte. Sie blieben 150 Jahre. In den benediktinischen Anfangsjahren verbrachte auch eine gewisse Hildegard (die später berühmte „von Bingen“) den größeren Teil ihres Nonnenlebens an dieser Stätte.

Im 13. Jahrhundert übernahm eine Delegation Otterberger Zisterzienser die Besiedlung und Verwaltung des Klosters, blieben 300 Jahre hier und führten es zu neuerlicher wirtschaftlicher Blüte.

Treffpunkt: Disibodenberger Museum

Kosten: Eintritt und Führung 10,- €; Anmeldung nicht erforderlich.

Dauer: 15-17 Uhr

Kontakt: wahn@disibodenberg.de

1985 bis 1990 führte das damalige Landesamt für Denkmalpflege in Mainz umfangreiche archäologische Grabungen auf dem Disibodenberg durch. Dr. Eberhard Nikitsch war damals für die Publikation der mehr als 60 aufgefundenen mittelalterlichen Grabplatten zuständig, übersetzte ihre lateinischen Inschriften und fügte damit zahlreiche neue Puzzlesteine zur Klostergeschichte bei. Durch seine wissenschaftlichen Forschungen half er, die erste Wohnstatt Hildegards (Klause) ausfindig zu machen.

Als „Insider“ weiß Dr. Nikitsch auf dieser Führung auch darüber hinaus viele spannende Details zur Archäologie einer Klosterruine, die als eine der größten Deutschlands gilt. 

Treffpunkt: Disibodenberger Museum

Kosten: Eintritt und Führung 10,- €

Dauer: 15-17 Uhr

Anmeldung erbeten bis 8. August via: anfrage@disibodenberg.de

1. November 2019

Mächtige Frauen auf dem Disibodenberg

Am Jahrestag des Eintritts von drei Frauen in das Kloster Disibodenberg – dem 1.11.1112 – lenkt die Historikerin Ulrike Lindemann einen Blick auf deren erstaunliche Entwicklung: Jutta Gräfin von Sponheim ließ sich auf eigenen Wunsch in einer Klause einschließen. Ob die beiden Begleiterinnen, eine gewisse Hildegard und eine weitere junge Frau, dieses Schicksal teilten, kann vermutet werden.

„Wer schreibt, der bleibt.“ Hildegard gilt heute als berühmteste Frau des Mittelalters in Deutschland, weil wir aufgrund ihres umfangreichen Werks viel von ihr zu wissen glauben. Doch war Gräfin Jutta nicht minder einflussreich, wie ihre Vita erahnen lässt. Später trat Richardis von Stade in den Frauenkonvent ein. Ihre Eltern verfügten als Markgrafen der Nordmark über einen noch größeren Machtbereich als Juttas Bruder im Naheland. Zur Zeit von Hildegard gelangte das Kloster Disibodenberg aufgrund ihres Wirkens zu hohem Ansehen im überregionalen Raum.

Treffpunkt: Disibodenberger Museum

Kosten: Eintritt und Führung 10,- €

Dauer: 14-16 Uhr (wegen früher Dunkelheit eine Stunde früher als üblich)

Anmeldung angenehm, aber nicht erforderlich: lindemann@disibodenberg.de

(Änderungen vorbehalten, siehe auch Veröffentlichungen in der Presse)

Zum Jahresausklang führt Sie die 1. Vorsitzende der Scivias-Stiftung, Luise von Racknitz, im Schein von Fackeln durch die Ruinen. Erleben Sie den Zauber der winterlichen Stille in der Dunkelheit einer imposanten historischen Stätte.

Fackeln werden gestellt, wir empfehlen warme Kleidung und festes Schuhwerk.
Am Ende der Führung erwartet Sie wärmender Glühwein/Kinderpunsch.

Zeitpunkt: 17:30 Uhr

Treffpunkt: Hof des Disibodenberger Museums

Kosten: Eintritt inkl. etwa eineinhalbstündiger Führung, Fackel, Glühwein 15,- €

Anmeldung erforderlich bis 28. Dezember via: scivias@disibodenberg.de

Achtung: Im Winter sind wetterbedingt Terminverschiebungen u.U. kurzfristig notwendig, deshalb erleichtert eine Anmeldung per Mail die Kommunikation.

Themenspaziergänge

27. April 2019

Kraftorte auf dem Disibodenberg – eine meditative Begegnung

Der Disibodenberg ist von alters her ein Ort mit besonderer Anziehung. Kelten verehrten diesen Ort als heilige Stätte, Römer bauten später einen Tempel, der Legende nach ließ sich der irisch-schottische Wandermönch hier als Einsiedler nieder, Augustiner gründeten ein Stift, Benediktiner errichteten eine imposante Klosteranlage, die schließlich bis zur Reformation von Zisterziensern besiedelt wurde.

Eine Facette dieser Anziehung mag darin liegen, dass dem Berg Eigenschaften eines umfangreichen Kraftfelds zugeschrieben werden. So sind an vielen Stellen Kraftorte auszumachen, die meditative Erfahrungen intensivieren können. Insbesondere Kirchen wurden im Mittelalter bevorzugt an Kraftorten positioniert. Die Yoga-Lehrerin Fleur Adams führt Sie an diese Orte und leitet Meditationen an.

Treffpunkt: Disibodenberger Museum

Kosten: Eintritt und Führung 10,- €; das Mitbringen von Hunden ist nicht möglich

Dauer: 15-17 Uhr

Begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich bis 25. April via: fleur@disibodenberg.de

18. Mai 2019

Das Labyrinth auf dem Disibodenberg

Gundula Friedman-Thormählen hat das Disibodenberger Labyrinth 1996 angelegt. Seitdem wird es von immer mehr Menschen bewusst besucht. Doch was hat es genau mit diesem Labyrinth auf sich? Das erfahren Sie bei diesem Themenspaziergang.

Dank unseres Denksinns stehen wir in Kontakt mit weitaus mehr Wirklichkeiten, als wir auf den ersten Blick meinen. Unsere Sinne sind unsere Medien, die Kontakt herstellen zwischen dem, was wir selbst sind, und dem, was außerhalb unseres Selbst ist. Mittels unseres Denksinns können wir das Unendliche ausspähen und mathematisch darstellen, auch in geometrische Formen ordnen. Mit der Begehung des Labyrinths tauchen wir in eine Mathematische Formel der Unendlichkeit ein.

Gundula Friedman-Thormählen wird auch über theoretische Hintergründe anderer Labyrinthe weltweit sprechen sowie über die Besonderheiten der Orte, an denen Labyrinthe angelegt werden. Sie wird Sie zum Gehen der „Labyrinthformel" anleiten.

Treffpunkt: Disibodenberger Museum

Kosten: Eintritt und Führung 10,- €, das Mitbringen von Hunden ist nicht möglich

Dauer: 15-17 Uhr

Begrenzte TN-Zahl, Anmeldung erforderlich bis 16. Mai via: anfrage@disibodenberg.de  

Die Klosterruine Disibodenberg gilt als größte Deutschlands. Die trotz Abtragung im 18. Jahrhundert immer noch beachtlichen Mauerreste erstrecken sich über eine Fläche von etwa 20.000 Quadratmetern. Seit 1108 legten Benediktiner hier den Grundstein für eine „Stadt auf dem Berg“, 200 Jahre später modernisierten Zisterzienser die Anlage und fügten weitere Großbauten hinzu.

Wie wurde das damals technisch realisiert? Alwin Bertram, Architekt für die Renovierung historischer Kirchen, hat Anfang des 20. Jahrhunderts selbst Auftragsarbeiten an den Bögen im Abteikeller auf dem Disibodenberg geleitet. Er entwirft ein Bild davon, wie es auf der mittelalterlichen Baustelle zugegangen sein mag, zeigt, wie große Steine in die Höhe gehievt, und erklärt anschaulich, wie Gewölbe gemauert wurden – mit Kalkspatzenmörtel.

Treffpunkt: Disibodenberger Museum

Kosten: Eintritt und Führung 10,- €

Dauer: 15-17 Uhr

Anmeldung erforderlich bis 11. Juli via: lindemann@disibodenberg.de

13. Juli 2019

Kalkspatzenmörtel – Großbaustelle Disibodenberg

12. Oktober 2019

Die Marone – mehr als eine köstliche Frucht

In ihrem Buch „Physica“ beschreibt die Hl. Hildegard 74 verschiedene Bäume und deren Nutzen. Der Marone – Esskastanie – kommt eine besondere Rolle zu. Die Äbtissin qualifiziert sie als „Baum der Weisheit“.

In dem Themenspaziergang durch das Ruinengelände beleuchtet die Kastanienkennerin und Hildegard-Referentin Sabine Seith die unterschiedlichen Gesichtspunkte dieses herausragenden Baumes und seiner Frucht.

Am Ende der Veranstaltung werden die Teilnehmer mit einer Kostprobe verwöhnt.

Treffpunkt: Disibodenberger Museum

Kosten: 10,- €

Dauer: 15-17 Uhr

Anmeldung erforderlich bis 10. Oktober via: info@hildegard-hilft.de

© Abtei St. Hildegard, Rüdesheim-Eibingen

© Friedman-Thormählen, Bad Kreuznach

© Seith, Bingen